Projekte

NetzwerkpflegeEin Eckpfeiler der BOS Kirchmöser ist der Berufsorientierte Tag im 7. und 8. Jahrgang. Feste Kooperationspartner wie das ZAL, die Spema, Kitas und Pflegeeinrichtungen ermöglichen, dass die Schülerinnen und Schüler verschiedene Berufsfelder kennenlernen.

Seit nun mehr einem Jahr bereichert das „Fit for Life“ Projekt auch den Berufsorientierten Tag. Soziales Kompetenztraining, Erste Hilfe, Brandschutz, Gesunde Ernährung, Anti-Stress Training sind nur einige Themen, die den Jugendlichen durch feste Kooperationspartner (u.a. DRK, Feuerwehr, Cafe Contact, SSB, Naturheilpraxis Assmann) vermittelt werden. Ein Bestandteil sollte im vergangenen Jahr auch das Thema „Alt werden/Alt sein – Umgang mit Senioren“ sein, was durch die Pandemie schwer inhaltlich vor Ort umzusetzen war. Umso vielversprechender ist es, dass ein Jahr später der inhaltliche Schwerpunkt das Projekt bereichern wird.

„Fit for Life“ wurde durch Susanne Assmann und Nadin Altenkirch beim Netzwerk „Zukunft Pflege“ Brandenburg an der Havel vorgestellt. Ziel war es, weitere Kooperationspartner aus den verschiedensten Pflegeeinrichtungen der Stadt Brandenburg an der Havel für das Projekt zu begeistern und zu gewinnen. Die Schülerinnen und Schüler eines Kurses können an einem Projekttag ein Pflegeunternehmen besuchen und dort praktisch sowie inhaltlich u.a. zu den Themen Krankheitsbilder im Alter, Wege in den Pflegeberuf, neue Wege der Pflege und Umgang mit Senioren arbeiten.  

Wir bedanken uns herzlich für die Einladung zum Netzwerktreffen bei Sven Detka der Jedermann Gruppe und hoffen, dass wir künftig viele Unternehmen für das Projekt „Fit for Life“ begrüßen können.

Susanne Assmann und Nadin Altenkirch - Projektgestalterinnen

BOS – Berufsorientierte Schule. Seit Langem ist der Name der Oberschule in Kirchmöser Programm. Durch einen besonders nahen Bezug zur Praxis in vielfältigen Berufsfeldern erfreut sich die Schule wachsender Beliebtheit bei Schüler:innen und Eltern. Wer allerdings den Übergang zur Oberstufe an ein Oberstufenzentrum wagen wollte, erhielt bisher keine spezielle Förderung, die zum Ziel hatte, auf das Abitur vorzubereiten. In diesem Schuljahr hatte ein kleiner Kreis aus Kolleg:innen der BOS Kirchmöser dieser oft holprigen Übergangspartie den Weg ein wenig geebnet – mit erfolgsversprechendem Feedback.   

Das zweite Halbjahr begann mit den ebengleichen Wirren, wie das erste Halbjahr aufgehört hatte. Keiner wusste, wie es weitergehen sollte, jeder wartete auf neueste Meldungen. Doch gerade für die Schüler:innen der 10. Klassen ging es jetzt in die „heiße“ Phase der Prüfungsvorbereitung. Der Fokus lag auf dem bestmöglichen Bestehen der Prüfungen, keiner dachte an später. Was Schüler:innen in dieser Zeit aus den Augen verloren, nahmen ihnen die Lehrkräfte mit Freude und Enthusiasmus ab. Sechs Kolleg:innen der BOS beschlossen zu diesem Zeitpunkt einen Vorbereitungskurs für die Oberstufe unter dem Motto „Fit fürs Abi“ als Pilotprojekt ins Leben zu rufen. Den Schüler:innen sollte die Möglichkeit geboten werden, Einblick in die Abläufe, Unterrichtsinhalte und vor allem in die deutliche Umstellung von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II zu erhalten.

Dankenswerter Weise erhielten die Kolleg:innen der BOS große Unterstützung von Lehrkräften des Oberstufenzentrums „Aflred Flakowski“, die ihnen beratend zur Seite standen.

Nach gelungener Planung konnte den 10 freiwilligen Schüler:innen eine gefüllte Woche mit Unterricht á la Oberstufe präsentiert werden. In den drei Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch sowie in den Fächern Physik, Chemie, Biologie und Geschichte erhielten die Schüler:innen fachbezogenen Einblick in die Anforderungen der Oberstufe und stellten bald fest, dass der Anspruch ein anderer ist, als sie ihn von der Oberschule gewohnt waren. Schnell wurde klar, dass das Abitur doch nicht das angenommene „Zuckerschlecken“ werden würde. Oder wie einer der Schüler sagte: „Das es eben doch kein Kinderspaziergang ist.“

Nach dem ersten „Schock“ und den unzähligen neuen Eindrücken gab es ein eindeutig positives Feedback der Schüler:innen. Alle Teilnehmer:innen sprachen sich deutlich dafür aus, das Pilotprojekt „Fit fürs Abi“ auszuweiten und unbedingt den nachfolgenden Jahrgängen weiterzuempfehlen. Die Schüler:innen waren begeistert von der Fülle an Wissen, Wiederholungen, Tipps und methodischen Hinweisen für das selbständige Arbeiten in der Oberstufe, welche ihnen die Fachlehrer:innen gezielt vermitteln konnten. Nun fühlen sich die Schüler:innen fit für die kommenden Anforderungen der 11. Klasse.  

Auch die Kolleg:innen äußern sich sehr positiv über das Projekt und sehen es, ebenso wie die Schüler:innen, als einen vollen Erfolg, der definitiv eine Fortsetzung finden wird. Die zeitliche und fachliche Ausweitung des Projektes befindet sich in der Entwicklung, wird aber bereits mit großer Motivation von den beteiligten Lehrkräften besprochen. Besonders lobend hervorzuheben ist die hohe Motivation, Leistungsbereitschaft und das Interesse der Teilnehmer:innen – und das trotz bereits überstandener Prüfungen und nahenden Sommerferien! Hut ab für alle, die sich daran mit Interesse und außerordentlichem Engagement beteiligt haben.

Damit hat die Berufsorientierte Schule in Kirchmöser ihre Fühler weiter ausgestreckt und das Feld der Abiturvorbereitung erstmals touchiert. Ziel ist es, in den kommenden Jahren diesen Vorbereitungskurs als festen Bestandteil des Schulprofils zu etablieren, um Schüler:innen den Übergang von der Oberschule zum Abitur zu erleichtern.

Isabell Köthe - Fachlehrerin Englisch/Biologie

Am 30.11.2020 fand im Rahmen des BOT der 7/3 der Kurs „Gesunde Ernährung und Entspannungsverfahren“ statt.  Die Schülerinnen und Schüler wurden durch die Heilpraktikerin und Entspannungstherapeutin Christine Assmann angeleitet. Zu Beginn des Kurses wurde ein Fragebogen ausgefüllt, in dem die Schülerinnen und Schüler beschrieben, was sie gestern gegessen und getrunken haben. Darauf baute sich die Analyse ihres Ess- und Stressverhaltens auf. Im Rahmen des Kurses wurde deutlich, was alles Stressfaktoren im Leben der Kinder sind: Schule, zu hohe Erwartungen der Eltern, Mitschüler. Um besser mit Schulstress umzugehen, lernten die Kursteilnehmer einfache Entspannungsverfahren wie die Fantasiereise und die progressive Muskelentspannung nach Jakobsen. Am Ende des Kurses war von Stress keine Rede mehr.

Susanne Assmann

Haupt

Schüler von der 7. bis zur 10. Klasse haben in den vergangenen zwei Tagen die Haltestelle an der BOS in bunte Farben getaucht. Fantasiewesen und Lieblingsessen, Tiere und Symbole wurden unter professioneller Betreuung von Mirco Stielow auf die vormals dunkelgrüne Tristesse gesprayt. Mittig prangt in bestem Graffitistyle das Schulkürzel BOS von Justin Hilken. Auf den Vorschlag, dies als neues Logo für alle Briefköpfe zu nutzen, wollte unser Schulleiter Peter Gruhn aber doch nicht eingehen. Die am Anfang noch schüchternen Mädchen aus der siebten Klasse wurden in den zwei Tagen selbstsichere Teammitglieder und hatten sichtlich Spaß. Auch Hannes Krüger aus der siebenten Klasse stellte fest: „Das ist besser als Unterricht.“

Am Anfang stellte sich Mirco vor und erzählte, dass er ebenfalls Schüler der BOS war. Er erzählte wie er zum Sprayen kam und wie er jetzt seine Familie damit ernährt. Noch ein paar Fakten zur Graffiti Kunst und dann konnte es auch schon losgehen. Ein kurzer Schreckmoment, dann ein heiteres Lachen, als die Kids die Schutzanzüge auspackten. Selbst der kleinsten Schülerin ging die Größe S nur bis zu den Knien. Also mussten ein paar alte Hemden
rausgesucht, Schutzmaske und Handschuhe angezogen werden und auf ging es in die fantastische Welt der Farbdosen.

Silke Rougk - Kunstlehrerin der BOS Kirchmöser

Wenn die Feuerwehr an die Schulen kommt, geht es um eine weiterführende Orientierung für die Schüler, für die Schule und auch für die Gemeinde, wo diese Erfahrung vermittelt wird. Unter der Leitung der Fachlehrerin Frau Assmann erklärte der erfahrene Oberbrandmeister Herr Grimm aus der Leitstelle Brandenburg den BOS-Schülern der Klasse 7.4 Schritt für Schritt die Phasen der Erkennung, Lösung und der Flucht bei einer Brandstiftung. Anhand von sehr anschaulichen und praxisnahen chemischen Experimenten mit Feuer und durch praktische Arbeit demonstrierte er theoretisch und praktisch, wie man Leben retten kann.

Diese Erfahrung war sehr nachhaltig und inspirierend für die Schüler. Sie war ein wichtiger Baustein für ihren zukünftigen Werdegang an der BOS, die die praktische Arbeit und den zukünftigen Beruf ihrer Schüler in den Vordergrund stellt.

Giovanna Forni - Kursleiterin der 7/4

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